Für Schüler
Praktikum als Lakierer

Im Januar des Jahres 2009 war ich Praktikant in einer Lackiererei in Übach-Palenberg. Der Betrieb liegt im Industriegebiet wodurch mir die Anfahrt mit dem Bus sehr leicht fiel.

Der Erste Tag und die Begrüßung:

Der erste Tag war eigentlich der Aufregendste, da mich die Unwissenheit über die Mitarbeiter und

allgemein über den Tagesablauf plagte. Ich versuchte mir auszumalen wie die Begrüßung sein würde ob die Mitarbeiter die Praktikanten wie ’’Hilfsarbeiter’’ behandeln oder ob sie sich liebevoll um sie kümmern würden.

Im Endeffekt viel die Begrüßung sehr trocken aus, ein einfaches ’’Morgen’’ und die Fragestellung ,,Trinkst du Kaffe’’ schien den Mitarbeitern schon fast zu viel. Dies lag allerdings daran, dass diese in der Vergangenheit nur schlechte Erfahrungen mit Praktikanten gemacht hatten, was ich später erfahren habe. Ich stellte mich nun vor und es ging sofort an die Arbeit. Die übliche Vorarbeit eines Lackierers: Schleifen . Obwohl mir diese Aufgabe anfangs ziemlich Spaß machte, hing sie mir im späteren Praktikums Verlauf zum Halse raus, was nicht nur wegen dem immer selben Ablauf war sondern wiederum ein großer Punkt waren auch die Verletzungen, Rötungen und Entzündungen auf der Haut,

die mir in einer Gewissen Art zeigten, dass es nicht so weitergehen kann. Also nicht länger als 3 Wochen.

 

Die Restlichen Wochen:

Der Kontakt zu den Mitarbeitern wurde immer besser, zumindest zu den meisten.

Es war jedoch leider immer noch der gleiche Triste Tagesablauf, der sich zum größten Teil darin bestand Autos, Felgen und einzelne Verkleidungsteile zu schleifen, den Betrieb zu säubern und den Müll heraus zu bringen. Langsam entwickelten sich auf leider einige Streitigkeiten mit einem ganz besonderen Mitarbeiter. Er war ein älterer Herr, der einfach darauf bestand das eigentlich nur er Arbeiten würde und nur seine Methoden die richtigen wären , wodurch in den besagten 3 ein kleiner Hass auf ihn entstand. In der letzten Woche versuchte ich ihn dann einfach nur noch zu ignorieren, was in manchen Situationen aber einfach nicht Funktionieren wollte / bzw. konnte.

Mein Chef (meiner Meinung nach der netteste ‚’’ Mitarbeiter’’ im Betrieb) schwärmte zwar schon in der erste Woche von der Qualität meiner Arbeiten, jedoch wurde mir auch früh klar, dass der Betrieb Praktikanten einfach nur als billige Arbeitskraft nutzte.

In den Wochen arbeitete ich ab und zu auch mit Verdünner, was meiner gereizten und porösen Haut nicht sonderlich gut tat, jedoch zog ich die Arbeit durch um keinen schlechten Eindruck zu hinterlassen.

Meine Meinung zum Praktikum:

Das Praktikum war eine sehr lehrreiche Zeit für mich, jedoch auch eine große Belastung (körperlich).

Mir wurde klar, dass der Beruf als Lackierer einfach kein Beruf für mich ist.

Obwohl ich Lacke und Farben liebe. Jedoch fehlt mir einfach der Kundenkontakt und die Natur.
Außerdem ist der Beruf einfach eine Belastung der Gesundheit und dafür ist die Bezahlung einfach zu niedrig.


Timo Horbach

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